FDP Oberfranken - FDP lehnt neues Oberfranken-Logo ab und verlangt eine Überarbeitung

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    FDP lehnt neues Oberfranken-Logo ab und verlangt eine Überarbeitung

    (17.06.2010) Kulmbach - Von Stephan Herbert Fuchs - Die oberfränkische FDP lehnt die neue Dachmarke und damit auch das umstrittene Oberfranken-Logo ab. Mit breiter Mehrheit haben die Liberalen bei ihrem Bezirksparteitag am Samstag in Kulmbach eine Resolution verabschiedet, in der nicht nur die hohen Kosten der Dachmarke in Höhe von 500 000 Euro kritisiert werden, sondern auch eine Überarbeitung gefordert wird.
"Eine gemeinsame Dachmarke hätte nach Ansicht der FDP Oberfranken kostengünstiger gestaltet werden können", heißt es in dem Papier. Aus Sicht der Partei hätten auch Agenturen aus der Region die "nötige Kompetenz und Weitsicht" gehabt, diesen Prozess erfolgreich zu begleiten. Für die Überarbeitung verlangen die Liberalen, dass dabei auch Wünsche und Anregungen aus der Region mit aufgenommen werden. Nur so sei es möglich, dass die Dachmarke von der Mehrheit der Menschen in Oberfranken auch positiv mitgetragen wird. Die Resolution war auf Anregung des langjährigen Bayreuther Bundestagsabgeordneten Horst Friedrich auf die Tagesordnung genommen worden, neben einem weiteren Delegierten stimmte lediglich der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag und Bezirksvorsitzende Thomas Hacker aus Bayreuth gegen das Papier. Zuvor hatte Friedrich das Logo als "unsäglich" bezeichnet und von einem "Affront" gesprochen. In seinem Bericht pries Fraktionschef und Bezirksvorsitzender Hacker die liberalen Erfolge der FDP im Landtag. "Wir haben Bayern verändert und deutliche liberale Akzente gesetzt", sagte Hacker. Sichtbare Erfolge der FDP auf Bundesebene seien dagegen mit der Lupe zu suchen, obwohl Wirtschaftsminister Rainer Brüderle das durchgesetzt habe, was dessen Vorgänger Karl Theodor zu Guttenberg nicht gelungen sei. Nun gehe es darum, die FDP in Bayern mit Blick auf die Kommunalwahlen 2012 und die Landtags- und Bundestagswahlen 2013 weiter zu verankern.

Oberfranken ist Kulturland

Leitantrag ihres Parteitages hatte die FDP den Start einer Kulturoffensive für Oberfranken beschlossen. Dazu sollen unter anderem Bemühungen gehören, die große Landesausstellung „Bier in Bayern“ im Jahr 2016 nach Kulmbach zu holen (aus Oberfranken hatte sich auch Bayreuth beworben), künftig ein gemeinsames oberfränkischen Kulturfestival an jeweils wechselnden Stand orten durchzuführen, ein oberfränkisches Geschichtsbuch für Schü ler zu entwickeln und Teile des Bamberger Domschatzes nach Oberfranken zurückzuholen.

Prominente Unterstützung für die geplante Kulturoffensive erhielt die FDP durch den Intendanten des Fränkischen Theatersommers, Jan Burdinski. Seinen Worten zufolge zählt Oberfranken nicht nur deutschland- und europaweit, sondern sogar weltweit zu den kulturell am meisten privilegierten Regionen, was vielen Bewohnern gar nicht bewusst sei. Für die positive Vermarktung dieses Reichtums empfahl Burdinski, auf gewachsene Strukturen zu setzen. Positiv stufte er die Aktivitäten der Genussregion Oberfranken ein. „Erst wenn wir uns selbst begeistern lassen, werden wir die Chance haben, Oberfranken europaweit ins rechte Licht zu setzen“, sagte Burdinski. shf


Quelle: Nordbayerischer Kurier vom 21. Juni 2010 - mit der freundlichen Genehmigung zur Veröffentlichung.

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