FDP Oberfranken - FDP Oberfranken sieht Vorratsdatenspeicherung kritisch

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    FDP Oberfranken sieht Vorratsdatenspeicherung kritisch

    (vlnr) Bezirksschatzmeister Marcel Schwemmlein, Schriftführer Jobst Giehler, stellv. Bezirksvorsitzender Sebastian M. Körber MdB, Bezirksvorsitzender Thomas Hacker MdL, stellv. Bezirksvorsitzender Thomas Nagel, stellv. Bezirksvorsitzender Wilhelm Habermann

    (17.06.2010) Die FDP Oberfranken will, dass nur bei konkretem Verdacht auf gewisse Daten zugegriffen wird. Mit diesem einstimmigen Beschluss stärkt die FDP Oberfranken ihrer Bundesjustizministerin und bayerischen Landesvorsitzenden Sabine Leutheusser-Schnarrenberger den Rücken und unterstützt die Forderung der FDP Politikerin.

    Die FDP Oberfranken hat am Sonntag bei ihrer Bezirksvorstandssitzung in Coburg hat die Befürworter der Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten scharf angegriffen. "Vor 2008 gab es auch keine Vorratsdatenspeicherung, und Deutschland war trotzdem ein sicheres Land", sagte Thomas Hacker MdL, Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag und oberfränkischer Bezirksvorsitzender.
Telekommunikationsdaten spielten „in 99,5 Prozent aller Ermittlungsverfahren keine Rolle“, betonte Thomas Hacker MdL. Es sei verantwortungslos, falsche Eindrücke in der Öffentlichkeit zu erwecken, um eigene Ziele besser verfolgen zu können. Für die FDP sei es wichtig, wegzukommen von der anlasslosen Speicherung aller Telekommunikationsverbindungsdaten von 80 Millionen Deutschen, betonte die oberfränkische FDP in ihrem einstimmigen Beschluss. Man wolle der Ministerin den Rücken stärken und die Position der FDP auch in der Fläche deutlich machen, so Thomas Hacker. "Wir setzen darauf, dass auf solche Daten nur bei konkretem Verdacht zugegriffen wird."

Mit Blick auf die Bundespolitik zeigte sich Hacker zugleich verwundert über den Bundesverfassungsrichter Ferdinand Kirchhof, der eine Grundgesetzänderung angeregt hatte, um die Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr im Innern zu erweitern. "Dass sich ein Verfassungsrichter in dieser Form äußert, hat es nach meiner Kenntnis noch nicht gegeben“, sagte er. Die FDP Oberfranken sei „strikt dagegen, die Bundeswehr über die heutigen Möglichkeiten hinaus im Innern einzusetzen“, so der bayerische Fraktionsvorsitzende. „Für die Abwehr von Gefahren haben wir die Polizei."

Zum Luftsicherheitsgesetz gebe es "eine klare Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts", fügte Hacker hinzu. "Wir sollten mit guten Kontrollen auf dem Boden verhindern, dass Flugzeuge zur Terrorwaffe werden und nicht auf den Abschuss von Flugzeugen in der Luft setzen."

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