So hat Baume den Anzugträger selbst in Badehose erkannt und ihn im Streitberger Freibad immer wieder gesehen. Baume war an jenem 21. Juli 1967 im Freibad, als Dehler an Herzversagen starb. „Es war ein heißer Tag“, erinnert er sich. Dehler sei aus dem überhitzten Auto gestiegen und habe sich nach dem Umziehen gleich ins eiskalte Bad gestürzt — zu viel für das Herz des gesundheitlich wohl vorbelasteten Politikers. Die Zeit ist reif
44 Jahre nach diesem Unfall hängt nun eine Plexiglastafel in der Größe dieser Zeitungsseite an einer der Säulen. Die Idee dazu hatte der Vorsitzende des Fördervereins, Georg Körfgen, bei einem Gespräch mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Sebastian Körber aus Forchheim. Beide waren sich einig: Die Zeit sei reif, an den Politiker zu erinnern.
Von da an, gab es nur noch offene Türen. Wie die Bundesministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bei der Feier betonte, begrüße sie sehr, dass nun an dieser Stelle des Demokraten und Liberalen Thomas Dehler gedacht werde. „Üblicherweise finden Gedenkfeiern in Räumen oder Sälen statt“, sagte sie. Da sei dieser Ort, einer von Dehlers Lieblingsplätzen, eine gelungene Erweiterung, um an den FDP-Mann zu erinnern.
Körber meinte mit Blick auf das Schwarzweiß-Porträt, dass Dehler mit heutigem Blick sicher manch kritisches Wort zur FDP verlieren würde. „Aber nach dem Parteitag am vergangenen Wochenende wäre er wieder sehr stolz“, fügte er schnell hinzu.
Kantiger Mann
Ein kantiger Mann soll Dehler gewesen sein, meinte der FDP-Bezirksvorsitzende Thomas Hacker bei der Feierstunde mit Trompetengruß. „Wir sind verpflichtet, an ihn zu erinnern.“
Bürgermeister Helmut Taut war es wichtig, vor den Ehrengästen nochmals die Idylle des Bades hervorzuheben, das heuer 80 Jahre alt wird: „Es liegt nahe, dass sich Dehler hier wohl gefühlt hat“.
Bevor sich Leutheusser-Schnarrenberger noch im Goldenen Buch der Gemeinde verewigte, ließ sie sich bei einem ausführlichen Rundgang das komplette Streitberger Freibad zeigen.
Am Rande dieser Begehung verriet die Bundesjustizministerin auch, dass sie ihre ganz eigene Art der Erinnerung an Thomas Dehler pflegen will: Im Keller ihres Ministeriums stehe noch sein alter, wuchtiger Schreibtisch. „Den lasse ich in mein Büro stellen um ihn selbst zu nutzen“.
www.familienschwimmbad.de
Quelle: http://www.nordbayern.de/region/forchheim/erinnerung-auffrischen-1.1236185 vom 17. Mai 2011
44 Jahre nach diesem Unfall hängt nun eine Plexiglastafel in der Größe dieser Zeitungsseite an einer der Säulen. Die Idee dazu hatte der Vorsitzende des Fördervereins, Georg Körfgen, bei einem Gespräch mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Sebastian Körber aus Forchheim. Beide waren sich einig: Die Zeit sei reif, an den Politiker zu erinnern.
Von da an, gab es nur noch offene Türen. Wie die Bundesministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bei der Feier betonte, begrüße sie sehr, dass nun an dieser Stelle des Demokraten und Liberalen Thomas Dehler gedacht werde. „Üblicherweise finden Gedenkfeiern in Räumen oder Sälen statt“, sagte sie. Da sei dieser Ort, einer von Dehlers Lieblingsplätzen, eine gelungene Erweiterung, um an den FDP-Mann zu erinnern.
Körber meinte mit Blick auf das Schwarzweiß-Porträt, dass Dehler mit heutigem Blick sicher manch kritisches Wort zur FDP verlieren würde. „Aber nach dem Parteitag am vergangenen Wochenende wäre er wieder sehr stolz“, fügte er schnell hinzu.
Kantiger Mann
Ein kantiger Mann soll Dehler gewesen sein, meinte der FDP-Bezirksvorsitzende Thomas Hacker bei der Feierstunde mit Trompetengruß. „Wir sind verpflichtet, an ihn zu erinnern.“
Bürgermeister Helmut Taut war es wichtig, vor den Ehrengästen nochmals die Idylle des Bades hervorzuheben, das heuer 80 Jahre alt wird: „Es liegt nahe, dass sich Dehler hier wohl gefühlt hat“.
Bevor sich Leutheusser-Schnarrenberger noch im Goldenen Buch der Gemeinde verewigte, ließ sie sich bei einem ausführlichen Rundgang das komplette Streitberger Freibad zeigen.
Am Rande dieser Begehung verriet die Bundesjustizministerin auch, dass sie ihre ganz eigene Art der Erinnerung an Thomas Dehler pflegen will: Im Keller ihres Ministeriums stehe noch sein alter, wuchtiger Schreibtisch. „Den lasse ich in mein Büro stellen um ihn selbst zu nutzen“.
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Quelle: http://www.nordbayern.de/region/forchheim/erinnerung-auffrischen-1.1236185 vom 17. Mai 2011














